Das Projekt „Gemeinsam stark“ entwickelt und erprobt einen hybriden Ausbildungskurs für ehrenamtliche Kinderhospizbegleiter:innen in Dortmund und Westfalen-Lippe. Ziel ist es, die Qualifizierung flexibler, barriereärmer und ortsunabhängiger zu gestalten. Damit sollen mehr Menschen für ein ehrenamtliches Engagement gewonnen werden, insbesondere Berufstätige und Personen mit Mobilitätseinschränkungen.
Ambulante Kinderhospizdienste sind auf ehrenamtliches Engagement angewiesen, um Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern zu begleiten, emotional zu entlasten und Teilhabe zu ermöglichen. Viele der betreuten Kinder leben mit komplexen Behinderungen und haben einen hohen medizinischen Unterstützungsbedarf.
Kern des Projekts ist ein modernes Ausbildungskonzept mit etwa 70 Prozent digitalen Lernanteilen und 30 Prozent Präsenzanteilen. Digitale Module vermitteln Grundlagen flexibel und interaktiv, während Präsenzwochenenden insbesondere der Selbsterfahrung, praktischen Übungen und dem Austausch dienen.
Inhaltlich liegt der Fokus auf der Begleitung von Kindern mit komplexen Behinderungen. Thematisiert werden unter anderem Kommunikation, medizinische Besonderheiten, Sinneswahrnehmung, Unterstützte Kommunikation und familiäre Belastungssituationen.
Das Projekt umfasst die didaktische Planung, die Auswahl einer barrierefreien Lernplattform, die Entwicklung digitaler Module sowie zwei Kursdurchläufe mit begleitender Evaluation und Optimierung. Eine Koordinator:in wird für die digitale und didaktische Umsetzung eingestellt und fachlich begleitet. Die Ergebnisse werden ausgewertet und anschließend in den Regelbetrieb des Trägers integriert.
Langfristig stärkt das Projekt das ehrenamtliche Engagement in der Kinderhospizarbeit und verbessert die Unterstützung für betroffene Familien. Das entwickelte Konzept kann auch auf andere Dienste und Regionen übertragen werden.