Das Projekt „Ich mach mich stark!“ (STORM) entwickelt, erprobt und verbreitet in Westfalen-Lippe ein niedrigschwelliges Kursangebot für Erwachsene mit leichten bis mittelgradigen intellektuellen Beeinträchtigungen. Ziel ist es, die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, Diskriminierung im Alltag zu erkennen, zu benennen und handlungsfähig damit umzugehen.
Hintergrund ist, dass Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen häufig Stigmatisierung und Diskriminierung erleben, sich jedoch nur selten wirksam dagegen zur Wehr setzen können. Gleichzeitig fehlen in Deutschland bislang gruppenbasierte, praxisnahe Empowerment-Programme, die gezielt den Umgang mit Diskriminierung stärken.
Grundlage des Vorhabens ist das britische Programm „Standing Up for Myself“ (STORM), das an die deutschen Rahmenbedingungen und kulturellen Gegebenheiten angepasst und als „Ich mach mich stark!“ umgesetzt wird. Der Kurs umfasst fünf Sitzungen à 90 Minuten in Kleingruppen mit bis zu sechs Teilnehmenden.
Zu den Inhalten gehören unter anderem Identität, verschiedene Formen von Diskriminierung, Selbstbehauptung und die Entwicklung persönlicher Handlungspläne. Zum Einsatz kommen Videoclips, Arbeitsblätter und leicht verständliche Materialien.
Im Projekt wird zunächst das Manual übersetzt und an die deutschen Rahmenbedingungen angepasst. Anschließend werden Pilotkurse durchgeführt und das Programm in insgesamt 16 Kursen wissenschaftlich evaluiert. Die Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung des Programms ein.
Für eine nachhaltige Verbreitung werden das Manual und sämtliche Materialien als Open Access veröffentlicht und über bestehende Netzwerke in die Praxis übertragen.
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